sound of silence

Sound of silence ist ein Experiment mit „visuellen Geräuschquellen", das Dinge in unserer Umgebung hörbar macht, die wir normalerweise nur visuell wahrnehmen. Nach einer performativen Einführung durch die scheinzeitmenschen werden die Besucher*innen der Installation zu Experimentierenden. Sie bewegen sich durch einen Raum voller LED-Teelichter und entdecken mithilfe eines Optokopplers, der das Flackern der LED-Kerzen in hörbaren Klang transformiert, die „visuellen Geräuschquellen“. Von leisem Rauschen über die Anordnung der Lichtobjekte zu hörbaren Tonleitern oder Beats bis zu mehrstimmigen Für-Elise-Passagen öffnen die Kerzen einen frei erkund- und gestaltbaren Klangraum. So findet jede*r Besucher*in ein neues Raumarrangement vor, das von den Spuren geprägt ist, die vorherige Besucher*innen hinterlassen haben. Über die Geräusche der keineswegs manipulierten Lichter können sich neue Zusammenhänge und Raumeindrücke eröffnen, mitunter sogar weltwirtschaftliche Verflechtungen erschließen, die erklären, wie Melodien in die LED-Kerzen kommen.

Zuerst gezeigt wurde die performative Licht- und Klanginstallation beim Cheers for Fears-Festival 2014 im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr. Weitere Stationen waren PODEST#9 in der Rotunde Bochum sowie die Nacht der Jungen Kultur in Langenfeld bei Köln. Im Herbst 2017 waren wir mit einer veränderten Version der Arbeit zu Gast bei zwei Ausgaben des Formats Soirée Sonique in den Rottstr5-Kunsthallen in Bochum sowie im Kölner LTK4 im Lutherturm.